Spannung pur

Achtung! Die nachfolgenden Geschichten sind so spannend, dass man während des Lesens den Herd und das Bügeleisen unbedingt abschalten sollte. Ein Blutdruckmessgerät und Baldrian-Tabletten in Reichweite könnten hilfreich sein. Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern viel Spaß!

Kurzgeschichten

Namen, Personen und Begebenheiten in meinen Kurzgeschichten sind ausnahmslos frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Die Zeitbombe

Zeit ist oft knapp. Manchmal kann zuwenig Zeit katastrophal sein: Dann ist es ein für allemal zu spät.

Als Heiko Zander den stickigen Verkaufsraum der Tankstelle betrat, war er in Gedanken schon bei seinem kleinen Sohn in Berlin. Den Geburtstag des Jungen durfte er auf keinen Fall versäumen. Er musste ihn wenigstens noch sehen, bevor seine Mutter ihn ins Bett brachte. Ihm blieb kaum noch eine Stunde, doch es waren rund 150 km, die noch vor ihm lagen. Die Zeit war verdammt knapp! Und nun war er auch noch gezwungen nachzutanken. Ausgerechnet jetzt! Wieder einmal ärgerlich über sich selbst, bemerkte er nicht die seltsame Stille.
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Der reine Wahnsinn

Eiskalt 

Schon wieder war es da, dieses seltsame Gefühl, beobachtet zu werden. Lutz Bork blieb stehen und lauschte angestrengt. Unwillkürlich hielt er dabei den Atem an. Einsame Stille umgab ihn, unterbrochen vom Rascheln des toten Laubes, das der böige Wind auf dem staubigen Erdboden vor ihm in wild rotierenden Kreiseln mit sich riss. Sonst drang kein Laut an seine Ohren. Alles nur eine Einbildung? Vielleicht. Doch sein Puls raste, als wäre ihm ein Geist erschienen.
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Die Qual der Ausweglosen

Ein Gruselkrimi mit Gänsehautgarantie (manchmal sind Träume näher an der Realität als man denkt und das reale Leben gleicht hin und wieder einem Alptraum).

Mike schwitzte Cola. Die schwarze Flüssigkeit floss durch seine Kehle auf direktem Weg zu den Schweißdrüsen. Sogar hier, in der klimatisierten Raststätte. Es half nichts, er musste wieder hinaus. Erbarmungslose Hitze, er konnte sie buchstäblich sehen, sie hatte Gestalt angenommen, waberte zäh über der Motorhaube des Polizeiwagens, der auf ihn wartete.
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Die Fratze

Skurril, gruselig und überhaupt nicht nett

Hilde Grimm war nicht nur anstrengend, sie war unerträglich. Ein bissiges Weib. Kaum einer wagte es, ihr einen Besuch abzustatten, denn das blassgelbe Schild „Ich brauche 3 Sekunden bis zur Tür, und du?“ hing nicht von ungefähr an ihrem Tor. Dass hier nicht von einem Hund die Rede war, das wusste doch jeder.
Unermüdlich konnte sie hinter den Gardinen lauern, den schweren Busen auf ihre teigigen Unterarme abgelegt, die Augen wachsam, die Ohren gespitzt. Mit ihrem misstrauischen Blick durchschaute sie alles und jeden, und ihr Mundwerk, scharf wie eine Rasierklinge, kam oft zum Einsatz. Oh ja, Hilde konnte sich sehr gut wehren gegen die Bande um sie herum, die nur darauf aus war, sie zu piesacken.
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